
Kronen Zeitung
DRAMA UM ROUTINIER
Dänen-Trainer über Eriksen: „Habe das Gefühl …“
Brian Riemer, Trainer der dänischen Fußball-Nationalmannschaft, hat sich nach dem erneuten Drama um Routinier Christian Eriksen schockiert gezeigt. Er fühle sich „leer“, so der Coach. Die Erinnerungen an die brutalen Momente vor fünf Jahren sind auch bei der Mannschaft wieder hochgekommen.
„Christian ist ein Mann, der mir sehr viel bedeutet. Es gibt Spieler, zu denen man eine engere Bindung aufbaut als zu anderen. Und er ist einer von denen, die mir besonders nahestanden – gerade auch aufgrund der Erfahrung, die er mitbrachte“, zeigt sich Riemer betroffen.
Eriksen war am Sonntagabend in der 65. Minute des Länderspiels seiner Dänen gegen die Ukraine auf dem Spielfeld zusammengesackt. Das erinnerte an den Herzstillstand und die Wiederbelebung von Eriksen beim EM-Spiel 2021 gegen Finnland in Kopenhagen. „Ich machte deutlich, dass wir das Spiel nicht fortsetzen wollten. Ich wusste, dass die Erfahrung aus dem Parken-Stadion vor fünf Jahren bei vielen Spielern noch tief saß“, schildert Riemer die dramatischen Szenen. Das Match wurde schließlich abgebrochen.
Entwarnung durch den Verband
Bei Eriksen gab es dieses Mal glücklicherweise schon bald erste Entwarnung. Am Montag dann die Bestätigung des Verbands: „Es geht ihm den Umständen entsprechend gut.“ Er befindet sich im Spital, ob er seine Karriere fortsetzen kann und will, steht derzeit noch nicht fest. „Das muss Christian beantworten. Ich weiß es nicht. Ich finde es absolut legitim, danach zu fragen. Aber ich weiß es nicht“, erklärte der dänische Sportdirektor Peter Möller.
Trainer Riemer und Schützling Eriksen verbinden zudem eine besondere Vergangenheit. Bei Brentfort, dem ersten Verein, bei dem der Routinier nach seinem Herzstillstand angeheuert hatte, war Riemer Co-Trainer. Er war demnach auch dabei, als er Anfang 2022 sein emotionales Comeback feiern durfte. „Ich habe das Gefühl, eine wirklich gute Beziehung zu ihm zu haben und ihn sehr gut zu kennen“, erklärt der Coach deshalb auch und kündigt an, Eriksen so bald wie möglich im Spital zu besuchen.
In den kommenden Tagen wolle Trainer Brian Riemer dann zudem jeden Spieler anrufen, um sich nach dem Wohlergehen zu erkundigen.
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Bild: Bo Amrstrup / Ritzau Scanpix






















